100 % automatische Driving Ranges: Welche konkreten Lösungen gibt es in Europa?
Die Driving Range auf einem Golfplatz zu automatisieren, verringert die Abhängigkeit von Personal, ermöglicht einen durchgehenden Betrieb (Aufsammeln, Waschen, Verteilen), verbessert die Qualität des Rasens und reduziert Emissionen sowie Lärm. Die hier vorgestellten europäischen Lösungen verbinden Belrobotics Mähroboter (Bigmow und BallPicker) mit Ballmanagementsystemen (Vos Capelle, VDB Technics, AMS, Range Servant).
Was spricht 2026 für eine Driving-Range-Automatisierung?
Personalmangel und Spitzenzeiten
Durch den Schritt zur Automatisierung wird sichergestellt, dass die Bälle aufgesammelt und dem Verteilsystem wieder zugeführt werden, sei es in den frühen Morgenstunden, spät am Abend oder am Wochenende. Die professionellen Mähroboter von Belrobotics sind für den Dauereinsatz konzipiert und haben einen niedrigen durchschnittlichen Energieverbrauch (bis zu 830 kWh/Jahr bei den größten Modellen), was sie überaus attraktiv macht.
Qualität für Spiele und Service
Der Bigmow mäht leise, dank seiner patentierten Schutzscheiben ohne Bälle zu beschädigen, während der BallPicker Bälle autonom aufsammelt und in der Lage ist, Bereiche mit vielen Bällen zu priorisieren. Die Bälle werden anschließend zur Entladestation befördert, wo sie gewaschen und wieder neu verteilt werden. Das Ergebnis: eine sauber aussehende Driving Range und ständiger Ballvorrat.
Nachhaltigkeit und Image
Mithilfe dieser elektrischen Lösungen können Sie die Emissionen (ca. 10-mal geringerer CO₂-Wert als Rasenmäher mit Verbrennungsmotoren) und die Lärmbelastung (max. 58 dB(A)) reduzieren. Zudem sorgt häufiges Mulchen für einen dichten, gesunden Rasen.
Wie funktioniert eine vollständig automatisierte Driving Range?
Im Rahmen einer automatisierten Kette werden Mähen, Aufsammeln von Bällen und Ballmanagement miteinander kombiniert – ganz ohne menschliches Eingreifen:
- Mähen (Bigmow)
- Aufsammeln (BallPicker)
- Automatisches Entleeren
- Waschen und Trocknen der Bälle
- Transport und Beförderung
- Lagerung und Verteilung
Der Bigmow GPS-RTK pflegt den Rasen fortlaufend durch leises, präzises Mähen, während der BallPicker die Bälle auf dem Golfplatz aufsammelt, ohne diese zu beschädigen. Wenn der Ballbehälter voll ist, leert der Roboter die Bälle automatisch in eine Entladegrube.
An dieser Stelle übernimmt dann das Partnersystem (Vos Capelle, VDB Technics, AMS Robotics oder Range Servant): Die Bälle werden gewaschen, getrocknet und anschließend per Saugförderung zum Verteilsystem transportiert. Der gesamte Vorgang, vom Aufsammeln bis zur erneuten Verfügbarkeit der Bälle, läuft komplett automatisch ab.
Auswahl der richtigen Konfiguration für die Driving Range
1. Ballmenge
Die Betriebsamkeit bestimmt die Größe des Systems. Bei einer großen Zahl von Bällen am Tag ist eine Hochleistungs-Entladegrube und -Waschanlage erforderlich. Für kleinere Mengen reicht ein einfacheres Bodensystem aus.
2. Verfügbarer Platz
Die Wahl zwischen einem unterirdischen oder kompakten System ist von der Gestaltung und der Entfernung zwischen Entladegrube und Ballverteiler abhängig.
3. Grad der Automatisierung
Einige Systeme decken alle Schritte ab (Aufsammeln, Waschen, Transportieren). Andere arbeiten stufenweise und lassen sich später durch weitere Module ergänzen.
4. Nachverfolgung und Management
Bestimmte Systeme beinhalten einen automatischen Ballzähler, was nützlich ist, um den Ballvorrat zu überwachen. Andere Systeme verlassen sich auf manuelle Kontrollen.
5. Einschränkungen
Einige Systeme müssen am Tag und gegebenenfalls auch in der Nähe stark genutzter Bereiche betrieben werden. Daher ist es unerlässlich, über die Größe des Systems und die Notwendigkeit eines leisen Betriebs gründlich nachzudenken.

Welche Lösungen empfiehlt Belrobotics?
VDB Technics – Drop Pit Series (Belgien)
VDB Technics hat den Drop Pit Range entwickelt, bestehend aus ober- bzw. unterirdischen Lösungen zum Waschen, Transportieren und gegebenenfalls auch zum Zählen von Bällen, nachdem diese aufgesammelt wurden. Diese modularen Systeme ermöglichen es, Kapazität und Konfiguration entsprechend der Intensität der Nutzung und dem verfügbaren Platz anzupassen.

Vos Capelle – Vosca Range Solutions (Niederlande)
Vos Capelle hat das Vosca Range Solutions System entwickelt, eine kompakte und robuste Lösung zum automatischen Aufsammeln und Zurückführen von Golfbällen auf Driving Ranges. Es dient dazu, die Versorgung mit Bällen zwischen Sammelbereich und Verteilsystem zu vereinfachen, und dabei menschliches Eingreifen auf einem Minimum zu halten.
AMS Robotics – Automated Ball Management (Vereinigtes Königreich)
AMS Robotics bietet ein integriertes System basierend auf dem Transport der gewaschenen Bälle zum Verteilsystem über eine Unterdruckleitung. Dieser Ansatz vereinfacht das tägliche Management der Driving Range, indem die gesamte Kette – vom Golfplatz bis zur Ballverteilung – automatisiert wird.

Range Servant – Golf Ball Ditch (Schweden)
Range Servant bietet mehrere mit dem BallPicker kompatible Ballannahmesysteme. Diese lassen sich in ein vollständiges Ballmanagementsystem (Vorreinigen, Waschen, Verteilen) integrieren, was den gesamten Prozess beschleunigt, und es ermöglichen, Driving-Range-Bälle ohne menschliches Eingreifen aufzusammeln, zu lagern und zu transportieren.

Ergänzung zu Belrobotics Robotern
Der Vorteil dieser Lösungen besteht darin, dass sie sich ganz natürlich mit Bigmow und BallPicker Roboter verbinden lassen. Mit ihnen kann die Automatisierung auf den gesamten Ballmanagementvorgang ausgedehnt werden, was eine kontinuierliche Wartung ermöglicht und zu einer Driving Range führt, die immer betriebsbereit ist, ohne dass komplizierte Anordnungen zur Verbindung des gesamten Systems erforderlich sind.

Häufig gestellte Fragen
Sind diese Lösung zu 100 % kompatibel mit Bigmow und BallPicker?
Ja. Vos Capelle und AMS Robotics richten ihr Kettendesign am Belrobotics Ökosystem aus, während sich VDB Technics und Range Servant bei der Dimensionierung der Ballentladezone an der automatischen Ballentladefunktion des BallPicker orientieren.
Werden die Bälle durch ständiges Mähen, Aufsammeln und automatisierte Prozesse beschädigt?
Nein, bei gut geplanten Systemen kommt dies nicht vor. Mähroboter nutzen Schutzscheiben, um die Bälle zu schützen. In den Ballmanagementmodulen unserer Partner sind Entladevorgang, Reinigung und Transports so gestaltet, dass Stoßkräfte minimiert und Bälle schonend behandelt werden.
Wie sieht die Umweltbelastung durch diese Systeme aus?
Das gesamte System wird komplett elektrisch betrieben und verbraucht wenig Energie. Dadurch werden sowohl die CO₂-Emissionen als auch die Lärmbelastung deutlich reduziert.
Wie werden die Bälle bei automatischen Systemen gereinigt?
Je nach Hersteller kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung: Einige waschen die Bälle mit Wasser und bürsten sie ab, bevor sie anschließend mittels Unterdruck zum Verteilsystem transportiert werden. Bei anderen Systemen erfolgt der Waschprozess direkt im Saugrohr, bei kontinuierlicher Spülung und Trocknung. Schließlich setzen bestimmte kompaktere Lösungen auf einen hydraulischen Transport, bei dem der Wasserstrom die Bälle transportiert und gleichzeitig wäscht. In jedem Fall bleibt der Wasserverbrauch gering, da während des gesamten Vorgangs die Qualität der Bälle geschützt und manuelle Eingriffe reduziert werden.
Ist ein automatisierte Driving Range laut?
Automatische Wartungssysteme werden mehrheitlich elektrisch betrieben, sodass sie deutlich leiser sind als Maschinen mit Verbrennungsmotoren. Dies bedeutet, dass Mäh- und Sammelroboter früh am Morgen oder mitten in der Nacht ihre Arbeit verrichten können, ohne Golfer oder Anwohner zu stören. Die Wasch- und Transportmodule verwenden in der Regel geschlossene hydraulische oder Unterdruckverfahren. Eine größere Lärmbelastung tritt nur gelegentlich auf und bleibt auf den technischen Bereich beschränkt. Allgemein verlängern diese Systeme den Driving-Range-Betrieb und sorgen für eine ruhige, diskrete Umgebung.




